Zug statt Flug? Eine oft überraschend nachhaltige Verschwendung!

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Bevor ich mich dem trockenen Thema Transport widme, zunächst einige unwahrscheinlich gute Nachrichten in eigener Sache: Die potthässliche Pénélopé ist verkauft! Gleiches gilt für den frommen Frodo. Der lichterlohe Ludger leuchtete - und auch die albtraumhafte Angela ist abgeholt!

 
potthässliche Pénélopé

inkl. 7% MwSt. zzgl. Versand
Größe: ca. 115cm
Breite: ca. 160cm

Man glaubt es kaum: ein Weihnachtsbaum!

 

Insgesamt 270 „Hidden Beauties“, sonst ausgemusterte Tannen (ja genau, wie krumme Karotten und gebogene Gurken), haben es Dank Euch ins Weihnachtszimmer geschafft. Von der chancenlosen Chantal bis zum wundervoll weiblichen Waldemar! Eine kolossal klimaschonende Sache von und mit Better Foodprint - dem klimapositiven Unternehmen!

albtraumhafte Angela - vorher

albtraumhafte Angela - vorher

albtraumhafte Angela - nachher

albtraumhafte Angela - nachher

Für jede klimaneutral verschickte Hidden Beauty pflanzen wir außerdem via Plant-for-the-Planet ein Baum. Eine rundum nachhaltige Tanne also.

Oder?

Ähm – nun ja ... Ich habe da ein Geständnis zu machen:

Es geht nachhaltiger als mit Baumgutscheinen

Warum ich mit dem 1. Blog im Jahr 2019 gleich unser eigenes Marketing torpediere? Weil wir wirklich nachhaltig sein wollen! Und was das Wort „klimapositiv“ bedeutet? Ein bilanzieller Blick auf das Gesamtbild - und (Über-)Kompensation. Klingt abstrakt?

Deutlich wird dies durch die Diskussion dank David und Dennis (Name zwecks Anonymisierung und Alliteration geändert). Sie zeigt, warum die Lösung, die am leichtesten zu verstehen ist, nicht immer die beste Wahl ist.

David ist, wie einst ich selbst, Redakteur bei dem konstruktiven Online-Medium „Perspective Daily“, für das ich bei dieser Gelegenheit sehr gerne werben möchte: Statt Panikmache und Sensationsjournalismus wird hier mitgliederfinanziert versucht, meist sehr komplexen Zusammenhänge zu erläutern. Auch und gerade rund um das Thema Klimaschutz.

Artikel David.png

Dass das nicht immer gelingt, zeigt – nun ja – die Diskussion um Davids Artikel von letzter Woche: „84% aller Flüge innerhalb Deutschlands sind Nonsens“ lautet die Überschrift. Im Text geht’s – wen überrascht’s - darum, dass wir über die Hälfte der innerdeutschen Flüge durch klimaschonenderes Bahnfahren ersetzen könnten.

Flug oder Zug?

Im Diskussionsforum rechnet nun Dennis vor: 300€ Mehrkosten für Zug statt Flug bei 2 Personen, längere Reisedauer sowieso. Trotzdem habe er sich mit seiner Frau 2018 für die Bahn entschieden. Auch auf der Facebookseite von Perspective Daily wird das Thema diskutiert: Fiele ferzichten auf’s Fliegen und fahren blöderweise Bahn.

Forbildlich?

 
PD Facebook Flug oder Zug.png
 

Nun ja: Mit dem gleichen „Budget“ ginge es viel nachhaltiger. Und zwar – famoserweise – immer dann per Flieger, wenn dieser, wie bei Dennis, deutlich günstiger ist.

Diese Grafik zeigt die Ökonomie hinter dem CO2-Deal von Dennis:

Ganz schön teuer: Indem Dennis die Bahn bestieg, gab er  300€  aus, um  eine knappe halbe Tonne CO2  einzusparen.

Ganz schön teuer: Indem Dennis die Bahn bestieg, gab er 300€ aus, um eine knappe halbe Tonne CO2 einzusparen.

Bei gleichem Einsatz hätte Dennis alternativ auch den Flieger nehmen und etwa 300 Bäume pflanzen können. Das wäre für Umwelt und Klima im Ergebnis besser gewesen – und Dennis wäre schneller am Ziel gewesen.

Und doch – und damit schließt sich der Kreis zu unseren Hidden Beauties – geht es für das Klima noch besser als Bäume zu pflanzen: Mit 300€ kann man nämlich über 50 Tonnen CO2 einsparen, indem man es zum Beispiel (wie wir bei Better Foodprint) in sogenannte „Gold Standard Zertifikate“ investiert. 

Grafik Flug-Zug 2b.png

Ergebnis: Dennis könnte also bei gleichem „Gesamteinsatz“ mehr als das Hundertfache an C02 einsparen - zum Beispiel bei diesem Online-Angebot für Klimazertifikate.

Und doch fährt Dennis Bahn.

warum fährt Dennis Bahn?

Ich weiß nicht, ob Dennis schon mal von der Möglichkeit gehört hat, CO2-Ausstoß durch Zertifikate zu kompensieren. Möglicherweise hätte er trotzdem den Zug genommen: „Gold Standard Zertifikat“ und „kompensieren“ klingt erstens sehr abstrakt und zweitens für viele intuitiv irgendwie nach Ablasshandel. Bei einer 6-stündigen Bahnfahrt dagegen spüren wir den Schmerz der Läuterung am eigenen Leib!

Für unsere süßen Hidden Beauties und den marketingtauglichen Baumgutschein gilt Ähnliches: Ein gepflanzter Baum ist etwas Tolles! Darunter kann sich jeder etwas vorstellen! Aber genau genommen verschafft uns mehr Wald im Kampf gegen die Jahrhundert-Herausforderung Klimawandel nur einen Zeitpuffer. Es ist, als ob wir das Problem “Leck in der Leitung” lösen wollen, indem wir jede Menge Fingerhüte zum Drunterstellen kaufen, anstatt das Leck zu dichten.

Besser für den Klimaschutz sind deswegen vor allem Investitionen in Projekte, die Emissionen reduzieren. Genau darum geht’s bei Gold Standard Zertifikaten. Wir von Better Foodprint hätten, wie Dennis, unser Budget also ebenfalls noch besser im Sinne des Klimaschutzes investieren können.

Das Dilemma: Dann hätten wir wohl weitaus weniger verkauft. Deswegen werden wir Weihnachten wieder Baumgutscheine beilegen – dem dreckigen Derrick und ebenso der erbengroßen Elna. Ihr wollt es so. Und uns macht’s ziemlich viel Spaß!

 
Baumgutschein Muster_1.png
 

Doch währenddessen werden wir - Stück für Stück - effizientere Wege aufzeigen, Deinen Fußabdruck gering zu halten. Solche, bei denen unsere kostbaren Ressourcen bestmöglich eingesetzt werden. Nachhaltige Produktalternativen für Herz und Hirn, die auch für die größten Gewohnheitstieren unter uns Menschen aufregend angenehme Alternativen sind. Denn – und das ist die gute Nachricht: Genuss und Gewissen gehen gemeinsam!

Zum Beispiel bei Better Foodprint: Wir suchen nicht nur Produkte, die sowieso schon sehr nachhaltig sind – zum Beispiel unseren mit dem Segelschiff eingesegelten Spitzen-Arabicakaffee von Slokoffie. Mit unserem Partner Climate Extender unterstützen wir nicht nur 10 der 17 UN-Nachhaltigkeitsziele. Wir gleichen außerdem alle Emissionen aus, die wir selbst und unsere Produkte verursachen. Das heißt: Ein Einkauf bei uns ist gleichzeitig auch immer ein Beitrag zum Klimaschutz! Das macht uns bei Better Foodprint klimapositiv. Das ist etwas abstrakter als ein gepflanzter Baum, aber dafür viel nachhaltiger.

Wir tun dies, indem wir unseren CO2-Fußabdruck mit der Hilfe vom Unternehmen Climate Extender berechnen und mittels “Gold Standard Zertifikaten” ausgleichen. “Gold Standard” wurde 2003 vom WWF und anderen internationalen NGOs als Best-Practice-Standard gegründet, um sicherzustellen, dass Projekte, die den CO2-Ausstoß im Rahmen des Clean Development Mechanism (CDM) der Vereinten Nationen reduzieren, auch im Rahmen des Doppelmandats zur Förderung einer nachhaltigen Entwicklung umgesetzt werden. Gold Standard hat inzwischen mehr als 80 NGO-Anhänger und mehr als 1400 Projekte in über 80 Ländern, die durch Klimaschutz- und Entwicklungsmaßnahmen weltweit Milliarden von Dollar an Wert schaffen.

Du hast die 700-Wörter-Grenze erreicht

Gerne würde ich weiter ins Detail gehen. Nur: Nach 700 Wörtern reicht die Aufmerksamkeit eines durchschnittlichen Internetnutzers meist leider nur noch für das Thema „Sex“.

Und wie beim Sex erhöht die Spannung der Neugierde den Genuss. Freue Dich daher in den nächsten Wochen auf Antworten auf die Fragen,

  • wie das genau mit diesen Zertifikaten funktioniert (Informationen von Germanwatch),

  • welchen CO2-Fußandruck wir selbst und unsere Produkte haben und auch

  • wer hinter Better Foodprint eigentlich steckt?

Bis dahin (wo wir gerade beim Thema Genuss sind): Schau Dich doch einmal in unserem Shop um, ob nicht eine klimapositive Köstlichkeit darauf wartet, von Dir verspiesen oder verschenkt zu werden! Wir freuen uns auf Deine Bestellung!

Dein Frederik (Gründer von Better Foodprint)

P.S.: Wir bei Better Foodprint fahren natürlich fast ausschließlich Bahn. Ehrensache!

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